Hohe Tauern Bike Trail 28.05.2026

zur Übersicht

Eine mehrtägige Biketour mitten durch die Alpen: Der Hohe Tauern Bike Trail verbindet 14 Täler der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern – über Schotterwege, alte Tauernrouten und vorbei an Wasserfällen, Almen und hochalpinen Talschlüssen. Wer gerne sportlich unterwegs ist, dabei aber lieber Landschaften erlebt als Bestzeiten jagt, findet hier lange Etappen, weite Panoramastrecken und ganz viele gute Gründe, um kurz stehen zu bleiben.

Was ist der Hohe Tauern Bike Trail und für wen ist er gemacht?

Der Hohe Tauern Bike Trail ist eine offizielle, mehrtägige Mountainbike-Route durch die Nationalpark-Region im Salzburger Land, die erst kürzlich mit dem Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet wurde. Insgesamt warten 14 Etappen, rund 530 Kilometer und etwa 12.000 Höhenmeter. Die Strecke verbindet 14 Nationalparktäler und führt großteils über Forststraßen, Almwege, Radwege und ruhige Nebenstraßen.

Gemacht ist der Trail für alle, die am Bike nicht nur Kilometer sammeln wollen. Für Bikerinnen und Biker, die den Verkehrslärm ein paar Tage lang gegen das Knirschen von Schotter unter den Reifen tauschen. Die morgens losrollen, wenn die Sonne langsam über die Gipfel wandert, und mittags irgendwo zwischen Almwiese und Bergbach sitzen bleiben, einfach weil es dort gerade schön ist.

Für alle, die aussichtsreiche Auffahrten mögen, weil mit jedem Höhenmeter der Kopf ruhiger wird. Die alpine Landschaften nicht im Vorbeifahren erleben wollen, sondern langsam und bewusst erleben. Die unterwegs spontan vom Bike in die Wanderschuhe wechseln, weil der nächste Talschluss einfach zu schön aussieht, um einfach weiterzufahren. Noch schnell zur Alm hinaufgehen, die Beine in einen Gebirgsbach halten und abends müde, aber ziemlich zufrieden in einem neuen Ort ankommen – bevor am nächsten Morgen schon das nächste Tal wartet.

Durch 14 Täler der Hohen Tauern

Der Hohe Tauern Bike Trail zieht sich quer durch den Salzburger Nationalparkraum – vom Großarltal im Osten bis zu den Krimmler Wasserfällen im Westen. Dazwischen liegen 14 Etappen durch breite Almböden, enge Talschlüsse, alte Tauernwege und hochalpine Abschnitte, in denen die Dreitausender plötzlich sehr nah wirken.

Die Route führt unter anderem durch Großarl, Hüttschlag, Bad Gastein, Embach, Rauris, Uttendorf, Mittersill, Neukirchen und Krimml. Eben noch rollt man entspannt entlang von Radwegen und ruhigen Nebenstraßen, wenige Stunden später zieht der Trail tief hinein in stille Seitentäler, vorbei an Bergbächen, Almen und alten Bergbau-Spuren.

Und ständig verändert sich die Kulisse. Mal taucht der Großglockner zwischen den Bergen auf, dann wieder der Hohe Sonnblick, später das Kitzsteinhorn oder der Großvenediger. Obwohl am Ende alles zusammengehört, hat jede Etappe ihren eigenen Charakter.

Wissenswertes auf einen Blick zum Hohe Tauern Bike Trail

Beste Reisezeit:
Mitte Mai bis Mitte Oktober. In höheren Lagen können bis weit ins Frühjahr hinein noch Schneefelder liegen.

Welche Bikes eignen sich?
Ideal für E-MTBs, XC-Hardtails, Fullys und sportliche Gravelbikes. Technisch bleibt der Trail überwiegend moderat.

Wie anspruchsvoll ist der Trail?
Die täglichen Etappen liegen meist zwischen 35 und 50 Kilometern und bis zu 1.250 Höhenmetern.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten?
Ja – entlang der Strecke warten zahlreiche Almen, Gasthöfe und Hütten für eine Pause zwischendurch.

Praktisch für E-Biker:
Viele Unterkünfte und Betriebe entlang des Trails bieten E-Bike-Ladestationen.

Kann man den Trail auch abschnittsweise fahren?
Ja. Viele Etappen eignen sich auch perfekt für ein verlängertes Bike-Wochenende oder einzelne Tagesabschnitte.

Praktisch für Mehrtagestouren:
Über das offizielle Info- und Buchungscenter lassen sich Gepäcktransport und buchbare Etappenpakete organisieren.

Wo finde ich alle Infos?
Hier findet ihr alle Etappen, GPX-Daten und Details zum Hohe Tauern Bike Trail.

Die Rauris-Etappen auf dem Hohe Tauern Bike Trail

Mit der Etappe 03 von Embach über Rauris ins Seidlwinkltal und der Etappe 04 von Rauris nach Kolm Saigurn und retour lernt man auf dem Hohe Tauern Bike Trail zwei sehr unterschiedliche Seiten des Raurisertals kennen.

Die Strecke ins Seidlwinkltal fährt sich lange angenehm ruhig. Nach dem Parkplatz Fleckweide wartet zwar ein etwas knackigeres Stück, danach läuft die Etappe aber wieder genau so weiter, wie man es sich auf einer Mehrtagestour wünscht: moderat, rhythmisch und mit genug Zeit, links und rechts der Strecke ständig irgendetwas zu entdecken. Neben dem Weg rauscht die Seidlwinklache, dazwischen wechseln sich Waldstücke und weite Almflächen ab und es tauchen Almhütten auf, auf deren Terrasse niemand mehr besonders schnell weiterwill.

Schließlich erreicht man den Bike-Wendepunkt der dritten Etappe: das Rauriser Tauernhaus auf 1.526 Metern. Seit Jahrhunderten kehren hier Menschen ein, die über die Tauern unterwegs sind. Heute sitzen dort statt Säumern eben Biker und Wanderer, lassen die Beine locker werden und genießen die wohlverdiente Pause. Wer noch nicht genug hat, kann von hier zu Fuß weiter Richtung Litzlhofalm starten und den Bike-Tag um eine kurze Wanderung verlängern.

Statt direkt in den nächsten Nationalpark-Ort weiterzuziehen, sieht der Hohe Tauern Bike Trail eine Übernachtung in Rauris vor. Schließlich wartet mit der nächsten Etappe Richtung Kolm Saigurn noch einmal eine völlig andere Seite des Tals.

Die vierte Etappe des Hohe Tauern Bike Trail führt über die alte Buchebenstraße ruhig und nahezu verkehrsfrei immer weiter ins Hüttwinkltal mi Schotter unter den Reifen, links und rechts einzelne Höfe und Almflächen. Später übernimmt die asphaltierte Mautstraße: sieben Kehren durch kühlen Wald, stetig bergauf, aber nie unangenehm.

Je näher man dem Talschluss kommt, desto alpiner wird die Landschaft. Die Bäume werden weniger, die Berge dafür immer präsenter. Rund um den Talschluss wechseln sich grüne Almflächen, alte Bergbau-Spuren und schroffe Felsen ab, mittendrin der Hohe Sonnblick mit seiner markanten Wetterstation am Gipfel, die man schon von weitem erkennt.

Spätestens hier lohnt es sich, das Bike erst einmal stehen zu lassen. Einerseits für die wohlverdiente Rast in einem der beiden Gasthöfe im Talschluss, andererseits eventuell für ein Bike & Hike durch den Rauriser Urwald mit seinen alten Zirben, verwachsenen Wegen und stillen Moorflächen.

Nach der Rückkehr nach Rauris bleibt noch Zeit zum Durchatmen, bevor der Trail tags darauf weiter in den nächsten Nationalparkort führt.

Die Rauris-Etappen auf einen Blick

Etappe 03: Embach – Rauris – Seidlwinkltal

  • Länge: 43,8 km
  • Dauer: ca. 4:15 h
  • Aufstieg: 727 hm
  • Abstieg: 777 hm
  • Höchster Punkt: 1.523 m
  • Schwierigkeit: mittel
  • Maximale Steigung: ca. 15 %
  • Untergrund: Forststraßen, Almwege, asphaltierte Nebenstraßen & Radwege
  • Charakter: moderat mit kurzem steilerem Abschnitt nach Fleckweide, danach ruhiges Dahinrollen durchs Seidlwinkltal
  • Highlights: Seidlwinklache, Almlandschaft, Bike & Hike zur Litzlhofalm
  • Einkehrmöglichkeiten: diverse Gastbetriebe in Embach, Rauris & Wörth, Landgasthaus Weixen, Gollehenalm, Palfneralm, Rauriser Tauernhaus

Etappe 04: Rauris – Kolm Saigurn – retour

  • Länge: 43,1 km
  • Dauer: ca. 4:20 h
  • Aufstieg & Abstieg: jeweils 676 hm
  • Höchster Punkt: 1.596 m
  • Schwierigkeit: mittel
  • Maximale Steigung: ca. 11 %
  • Untergrund: Schotterstraßen, Forstwege, asphaltierte Mautstraße
  • Charakter: gleichmäßige Auffahrt über die alte Buchebenstraße und die sieben Kehren der Mautstraße bis in die hochalpine Landschaft rund um Kolm Saigurn
  • Highlights: Hoher Sonnblick, historische Goldbergbau-Spuren, Wasserfälle, Bik & Hike in den Rauriser Urwald
  • Einkehrmöglichkeiten: diverse Gastbetriebe in Rauris & Wörth, Almgasthaus Lechnerhäusl, Alpengasthof Bodenhaus, Ammererhof, Naturfreundehaus

Das könnte Sie auch interessieren