Könige der Lüfte Echt. Majestätisch.

"Was zum Geier fliegt denn da...?" Im Rauriser Krumltal, dem Tal der Geier im Nationalpark Hohe Tauern, ziehen die Könige der Lüfte ihre Kreise: Steinadler, Gänsegeier und Bartgeier sind hier mit etwas Glück und Fernglas in freier Wildbahn zu beobachten. Und während der Greifvogelschau an der Hochalm kommt man Falken, Eulen und Adlern ganz nah.  

Das Rauriser Krumltal, ein wildromantisches Seitental des Raurisertals, wurde 1986 für die Wiederansiedelung der in Europa bereits ausgerotteten Bartgeier ausgewählt. Außerdem zählt dieses Seitental zu den von Steinadlern am dichtesten besiedelten Tälern der Hohen Tauern in Österreich.

Auf dem Lehrweg "Könige der Lüfte" durch das Rauriser Krumltal erfahren Sie mittels Schautafeln Interessantes über die imposanten Greifvögel, die hier zwischen Wasserfällen, Felsblöcken und Almweiden einen idealen Lebensraum gefunden haben.
Weiße Kotstreifen an den Felswänden, die häufig von orangeroten Krustenflechten besiedelt werden, machen die Schlafwände der Tiere sichtbar. Die Felswände werden auch als "Rotwände" bezeichnet.
Die leichte Wanderung führt Sie in rund 1,5 Stunden vorbei an der Kasermandlquelle bis zur bewirtschafteten Bräualm. Neben Greifvögeln entdecken Sie auf Ihrer Wanderung vielleicht weitere Wildtiere wie Gämse, Murmeltiere und Steinwild.

Wissenswertes über die Könige der Lüfte erfahren Sie auch auf den geführten Nationalpark Exkursionen, bei der Greifvogelschau auf der Hochalm und im Nationalpark-Haus "Könige der Lüfte" in Wörth.

Mit der Erfahrung, die ein Nationalpark Ranger mitbringt, und ausgerüstet mit Fernglas und Spektiv stehen die Chancen sehr gut, auf den Nationalpark Exkursionen die Greifvögel beobachten zu können. Diese Wanderung gehört zu den beliebtesten Nationalpark Exkursionen im Nationalpark Hohe Tauern.

Termine:jeden Dienstag von 14.07. bis 08.09.2015
Treffpunkt:Parkplatz Krumltal um 8.45 Uhr, Rückkehr ca. 17 Uhr
Kosten:Euro 15,- pro Person, Kinder in Begleitung der Eltern frei (6 - 16 Jahre). Gäste mit der Gästekarte, Nationalpark Card und Hohe Tauern Card frei.
Anmeldung:nicht erforderlich
Gesamtgehzeit:3 Stunden (400 Höhenmeter im Anstieg)
Anforderung:mittelschwere Sommerexkursion. Wander- oder Bergschuhe mit guter Profilsohle erforderlich.
Weitere Nationalpark Exkursionen

Über die beliebten Exkursionen "Ins Tal der Geier" im Raurisertal hat das SalzburgerLand Magazin einen Bericht "Nationalpark Hohe Tauern - Der König der Lüfte" veröffentlicht.

Ein echtes Erlebnis bietet die Greifvogelwarte an der bewirtschafteten Hochalm an der Bergstation der Rauriser Hochalm Gondelbahn. In rund vierzig Minuten erfahren Sie von einem Berufsfalkner alles Wissenswerte über Lebensgewohnheiten der Greifvögel. Vor dem herrlichen Bergpanorama der Hohen Tauern kommen Sie Eulen, Falken und Adlern ganz nah.

Greifvogelschauen Sommer 2015:
24.05. - 02.07.2015: jeweils Sonntag, Dienstag und Donnerstag
05.07. - 13.09.2015: täglicher Betrieb
15.09. - 04.10.2015: jeweils Sonntag, Dienstag und Donnerstag
jeweils um 11 und 14.30 Uhr

Die bewirtschaftete Hochalm ist für Sie ganz mühelos zu erreichen: In wenigen Minuten bringt Sie die klimafreundliche Hochalmbahn bis auf 1.800 m zur Bergstation Hochalm. Bitte beachten Sie die Pausenzeit der Gondelbahn von 12 bis 13 Uhr.

Zur Rauriser Hochalmbahn
Rauriser Hochalmbahnen AG
Liftweg 2
5661 Rauris, Österreich

Tel.: +43 6544 6341 0

E-Mail: info@hochalmbahnen.at
Web: www.hochalmbahnen.at

In der interaktiven Erlebnisausstellung im Rauriser Ortsteil Wörth erfahren Sie unter anderem, warum sich Bartgeier schminken und sehen, wie Steinadler jagen. Faszinierende Filme geben Einblick in das Privatleben der Greifvögel. Kinder lernen unter anderem spielerisch, wie groß die mächtigen Greifvögel in den Hohen Tauern wirklich sind und wovon sich Adler und Geier ernähren.

Öffnungszeiten:
1. Mai bis 26. Oktober: täglich von 10 - 18 Uhr
Winter: mittwochs von 16 bis 18 Uhr

Nationalpark-Haus "Könige der Lüfte"
Dorfstraße
5661 Rauris, Österreich

Tel.: +43 6544 200 22

E-Mail: info@raurisertal.at

Die Könige der Lüfte des Raurisertals im Portrait

Er ist der unumstrittene Herrscher der Alpen und König der Lüfte. Der Steinadler ist ein bis zu 90 cm großer Greifvogel von dunkler Färbung, die am Nacken und Kopf etwas ins Goldgelbe spielt. Die goldgelbe Färbung hat dem Steinadler seinen englischen Namen "Golden Eagle" eingebracht. In vielen Kulturen galt dieser Greifvogel seit jeher als Inbegriff für Macht und Kraft. 

Kräftig und geschickt erbeutet der Überraschungsjäger regelmäßig Tiere, die erheblich schwerer sind als er selbst. Der Steinadler erreicht eine Flügelspannweite von rund 2.30 Metern, wobei Männchen meist ca. 10 - 20 cm kleiner sind als Weibchen. Das Rauriser Krumltal zählt zu den von Steinadlern am dichtesten besiedelten Tälern der Hohen Tauern.

Große Exemplare des Bartgeiers - oder Lämmergeiers - bringen bis zu sieben Kilogramm auf die Waage. Die Spannweite ihrer Flügel von bis zu 2.90 Meter macht sie zu hervorragenden Seglern und zum größten Greifvogel der Alpen. Wer je einen ausgewachsenen Bartgeier beim Fliegen beobachtet hat, vergisst den beeindruckenden Anblick nicht so schnell. Bartgeier sind Aasfresser und verwerten vor allem, was andere Aasfresser übrig gelassen haben. So besteht ihre Nahrung zu rund 80 Prozent aus Knochen. Große Knochen lassen die Tiere aus großer Höhe auf Felsplatten fallen, auf denen sie zersplittern.

Bartgeier Newsletter März 2015

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Bartgeier Monitoring News März 2015

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Bartgeier Newsletter September 2014

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Völlig zu unrecht wurde dem Aas fressenden Bartgeier das Töten von Gämsen und der Raub von Lämmern zugeschrieben. So kam es, dass der mächtige Greifvogel im Verlauf des 19. Jahrhunderts in den Alpen ausgerottet wurde. In Europa überlebten die Tiere in den Pyrenäen, auf Korsika und auf Kreta. Die Bestände dort sind jedoch stark gefährdet.

Dem Alpenzoo Innsbruck ist es gelungen, die ersten Bartgeier mit Hilfe eines Ammenvogels in einer Voliere aufzuziehen. Dies war der Grundstein des Bartgeier-Projektes und damit ein wesentlicher Beitrag für eines der bedeutendsten Artenschutzprojekte. Aufgrund regelmäßiger Zuchterfolge konnte dann 1978 das internationale Projekt zur Wiederansiedelung des Bartgeiers in den Alpen gegründet werden. Als oberstes Ziel des Projektes gilt die Etablierung eines ohne menschliche Hilfe überlebenden Bestandes. Eine internationale Expertenkommission wählte vier Freilassungsorte in den Alpen aus - darunter das Rauriser Krumltal, wo 1986 erstmals vier Bartgeier freigelassen wurden: Hans, Fritz, Ellen und Winnie. Insgesamt wurden bis heute rund 150 Tiere alpenweit ausgewildert, 45 im Nationalpark Hohe Tauern - und davon 29 im Rauriser Krumltal.

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Überwachung der Bartgeier. Deshalb bitten wir, Beobachtungen an bartgeier@hohetauern.at zu melden.

Der Gänsegeier ist ein geselliges Tier und lebt in großen Kolonien. In Gruppen starten die Aasfresser von gemeinschaftlichen Schlafwänden - ihrem Kommunikationszentrum - zu Nahrungssuchflügen. Die Greifvögel erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 2.8 Metern und ein Gewicht von bis zu 12 Kilogramm. 

Die hohe Dichte an Weidevieh und Wildtieren führt dazu, dass wir in den Hohen Tauern jedes Jahr im Frühjahr Gänsegeier zur Sommerfrische begrüßen dürfen. Bei den Sommergästen handelt es sich um Nichtbrüter und Jungvögel von der nordwestlichen Balkanhalbinsel. Über 90 Gänsegeier wurden im Sommer 2013 im Raurisertal gezählt.