Das Telemarken ist eine besondere Skitechnik, die urpünglich aus Norwegen stammt und nach der Region Telemark benannt ist.

Beim Fahren hebt der Telemarker die Ferse des hinteren Fußes hoch, kniet am Bergski und schiebt den Talski nach vorne.

Bereits 1888 wurde das Telemarken als Wettkampf-Technik von dem Norweger Sondre Norheim bei einem Skisprungwettbewerb eingeführt.

Das Skifahren mit ‚freier Ferse’ ist sicherlich eine Randsportart. Seitdem in Rauris die British Army Telemark Championships und die Weltcuprennen stattfinden, ist das Interesse an dieser Skitechnik auch in der Skischulen spürbar gestiegen. Die Skischulen bieten Trainingsstunden für Anfänger und Fortgeschrittene

2013 fanden im Raurisertal am 18. und 19. Januar wieder die Telemark Weltcuprennen statt.

Telemarken/Skifahren hat im Raurisertal eine 125-jährige Geschichte

1885 brachte Wilhelm Ritter von Arlt gemeinsam mit Iganz Rojacher aus Falun in Schweden die ersten Skier nach Rauris mit und 1894 fuhr Skipionier Wilhelm Ritter von Arlt im Telemarkstil in der Rekordzeit von 32 Minuten vom 3.106 Meter hohen Sonnblick bis nach Kolm Saigurn (ca. 1.600 m) ab – eine unglaubliche skifahrerische Leistung, wenn man die damalige Ausrüstung bedenkt. Schon 1902 wurde in Rauris die Kurventechnik in ersten Skikursen vermittelt. Aufgrund des steileren Geländes im Vergleich zu Skandinavien fiel das Erlernen der schwierigen Schwünge jedoch zunächst schwer, Aufstiege waren schwierig und mühselig. Schwungtechniken wurden daher den Bedingungen angepasst und so entwickelte sich im Laufe der Zeit der Alpine Skilauf.

Noch heute erinnern die Rauriser Nostalgie-Telemarker in alten Kleidern, Lederschuhen und über 100 Jahre alten Holzski und mit dem klassischen Holzstock an die Anfänge des Skilaufs in Rauris.




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